Seit jeher ist NZXT als Hersteller günstiger Gehäuse mit der besonderen Optik bekannt. Die Kalifornier sind derzeit dabei, die Konkurrenz mit neuen Modellen in die Bredouille zu bringen. Dabei versucht man es nun mit dem NZXT Beta, welches nicht einmal 50€ teuer ist.
Preis: 49,90 Euro
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Spezifikationen & Lieferumfang
Beginnen wir, wie immer, mit den Spezifikationen sowie dem mitgelieferten Zubehör.
- Maße: 50x43x20 cm (TxHxB)
- Stahl
- 7,28kg Gewicht
- unterstützt ATX- & µATX-Mainboards
- 1x 120mm Front (blaue LED), optional 3x 120mm (2x links, 1x Heck)
- 4x 5,25" extern, 3x 3,5" intern
- 7 Slots
- Frontpanel: 2x USB 2.0, 1x eSATA, 1x Audio in/out
Das Zubehör:
- Schrauben
- Festplattenschienen
- Laufwerkshalterungen
Dem Preis entsprechend fallen Ausstattung sowie Lieferumfang sehr mager aus. Nur ein einziger Lüfter wurde verbaut und selbst ein kleines Handbuch oder eine Installationsanleitung fehlt gänzlich. Lediglich ein kleiner Zettel ist enthalten, auf welchem steht, wie man bei Problemen den Support erreichen kann.
Optik & Verarbeitung
Optisch ist das Beta natürlich, wie fast immer bei NZXT, recht auffällig. Die Front ist längswärts durchzogen von "Rillen", hinter denen sich Lochgitter befindet. Auch die Frontblenden sind gelocht und sind ein paar Zentimeter eingelassen. Durch die Lochung schimmert der blau beleuchtete Frontlüfter durch und sorgt für eine schöne Optik.
Nicht so schön sind hingegen die Lochungen am Seitenteil, die für zwei weitere Lüfter gedacht sind. Sie sind sehr grob gerastert und sehen somit eher zweckmäßig aus.
Eine Neuerung beim NZXT Beta ist, dass nun auch der komplette Innenraum schwarz lackiert ist.
Die Qualität der Lackierung ist diesmal erfreulicherweise rundherum gut! Es gibt bei unserem Muster keinerlei eingeschlossene Luftblasen o.ä.. Auch die Kanten waren bei uns überall entgratet, abgerundet bzw. mit Kantenschutz versehen.
Installation der Hardware
Der Einbau der Komponenten geht im Grunde recht schnell von statten. Laufwerke und Festplatten werden mit Halterungen bzw. Schienen schraubenlos verbaut. Dank der vielen Aussparungen im Tray sollte es mit einem Netzteil, welches genug lange Kabel hat, problemlos möglich sein, die Kabel ordentlich zu verstauen. Lediglich die Kabel des Frontpanels sind etwas kurz geraten.
Airflow / Kühlung
Kommen wir nun zum letzten Punkt, der bisher in unseren Reviews noch nicht wirklich betrachtet wurde: Dem Airflow respektive der Kühlung, die das Case dem Anwender bietet.
Das (zugegebenermaßen etwas in die Jahre gekommene) Testsystem besteht aus folgenden für die Wärmeentwicklung relevanten Komponenten:
- AMD Athlon XP 2000+ (semipassiv durch Lüftersteuerung)
- ASRock K7S8X (passiv)
- ASUS GeForce MX440 (passiv)
- FSP 300W Netzteil (80mm Lüfter)
- Maxtor 160GB IDE-HDD
Die Temperaturen messen wir mit einem T-Balancer von KTC. Zwei digitale Sensoren werden an Prozessor sowie Chipsatz angebracht, während analoge Sensoren die Temperaturen der Festplatte, der Luft im Gehäuse sowie des Zimmers. Anschließend wird zunächst die Temperatur im Leerlauf gemessen, danach wird das System so weit es geht ausgelastet und nach 30 Minuten Aufheizzeit erneut gemessen.
Während der Prozessor etwa im Idle schon um 23° heißer war als die Zimmertemperatur, sind es bei der Grafikkarte 15°C und beim Chipsatz 20° Differenz. Die Festplatte wird vom Frontlüfter direkt mit kalter Frischluft versorgt und ist somit nicht wirklich warm. Unter Last steigen die Temperaturen von CPU um "nur" 5°C, was jedoch an der semipassiven Kühllösung liegt (d.h. der Lüfter dreht erst bei höheren Temperaturen auf). Die Northbridge verändert sich kaum, die Grafikkarte hingegen heizt sich um weitere 11°C auf. Hier zeigt sich der schwache Luftfluss im Gehäuse.
Fazit:
Das NZXT Beta kann – für seinen Preis – vollkommen überzeugen. So hätten wir beispielsweise eine deutlich schlechtere Verarbeitung erwartet. Logischerweise ist in diesem Preissegment kein großartiges Zubehör dabei, weswegen auch nur ein einzelner Lüfter in der Front verbaut wurde. Dies wirkt sich auch deutlich auf die Kühlung aus. Dennoch können wir das Gehäuse für Sparfüchse empfehlen, nicht zuletzt aufgrund der originellen Optik! Erhältlich ist das NZXT Beta für ca. 50 Euro bei unserem Partner Caseking.de!
22.06.2009




