Jedes Jahr aufs Neue liefern sich 2K Sports und Electronic Arts ein hart umkämpftes Duell rund um den Sport mit dem orangenförmigen Ball. Was Fifa und PES für den Sektor der Fußballspiele bedeuten, sind NBA Live und NBA 2K für den Basketball. Und genau wie bei Fifa und Co. gelten auch hier spezifische Stärken und Schwächen für die Spiele aus unterschiedlichen Häusern, jedoch herrschen hier härtere Gesetze. Denn ein eingefleischter Fifa-Spieler verweigert sich einem PES, während der Basketball die Lager nicht so dezidiert zu teilen weiß. Ein Patzer und der Fan wechselt den Hersteller, es darf also gespannt sein, wer dieses Jahr die Nase vorn hat.
Spielmodi
Die Spielmenüs sind dieses Jahr weniger kompliziert zu steuern, als es in den Vorgängerteilen der Fall war, sind jedoch für den Neuling zunächst einmal verwirrend. Anstatt klassisch die Menüpunkte unter einander zu präsentieren, legt 2K die zu wählenden Submenüs auf bis zu 9 Seiten eines animierten Rings. Das schaut grafisch nett aus, jedoch sieht man daher immer nur den vorderen Menüpunkt und die dazugehörigen Verzweigungen sind alles andere als intuitiv. Da gilt es, durchbeißen und Fehler machen, bis die gewünschten Einstellungen und das Spiel gefunden sind. Die größte Verwirrtheit entsteht allerdings durch den schieren Umfang der Möglichkeiten, soviel wurde noch nie in einem Basketballspiel geboten.
Da fällt die anfängliche Entscheidung, womit man anfangen möchte, wirklich nicht leicht. Starte ich mit einem „schnellem Spiel“ sofort auf dem Court, oder wage ich eine gesamte Saison, oder ein „pickup-Spiel“? Eventuell erspare ich mir das Vorgeplänkel und starte sofort mit den „Playoffs“? Oder aber ich trainiere zunächst einmal bei einem gebürtigem Slam dunk-, oder Dreier-contest.
Anspruchsvoller wird es dann im Modus „Mein Spieler“, der seine Premiere in der diesjährigen Umsetzung der (in den Vereinigten Staaten) beliebten Ballsportart hat. Worum handelt es sich hierbei also? Böse geurteilt könnte man von einer Abkupferung von Konamis oder EAs „be a pro“-Modus sprechen. Denn hier geht es genau um die gleichen Vorgänge, wie in den Fußball-pendants: Zunächst erstellen wir uns unseren Spieler, benennen ihn und weisen ihm eine Position zu. Aber damit nicht genug, denn am besten identifizieren wir uns mit einem virtuellem Konterfei, wenn er entweder uns selber, oder aber mit einem Idealbild von einem Spieler ähnelt. Also bestimmen wir die Hautfarbe, die Form des Gesichts und eventuellen Körperschmuck. Haare, oder Glatze? Wenn wir uns für Haare entscheiden, dann darf die Frisur auch in Farbe und Form geändert werden. Schuhe und Stirnbänder geben dann den letzten individuellen Schliff in der später gewählten Einheitsuniform.
Wo wir spielen liegt allerdings nicht an der Wahl des Spielers, sondern an seinem Können. So muß zunächst in Auswahlturnieren und -spielen, oder aber in der „development league“ auf sich aufmerksam gemacht werden, bevor namhafte Vereine sich anbieten. 2K bietet hier dann sogar noch etwas mehr, als wir dies vom Fußball gewohnt sind. Ein basketballverliebter Einzelspieler kann hier durchaus mehrere Monate Spaß haben.
Wer lieber ein ganzes Team führen möchte, anstatt nur einen einzelnen Spieler, der im übrigen dann auch oft auf der Bank sitzt und zuschauen muss, der entscheidet sich für einen anderen Spielmodus. „The association“ ist bereits von den Vorgängern bekannt und bietet dem geduldigem Spieler den Komplettumfang. Manager, Trainer und Spieler des Teams in einem, dem Spieler wird bei diesem Art des Spiels wirklich alles abverlangt.
Zunächst wählen wir die Mannschaft aus, über die wir nun fast beliebig verfügen können. Es müssen Spielerverträge ausgehandelt, die Startmannschaft und Folge-lineups bestimmt werden und bis zu 90 Spiele je Saison ausgetragen werden. Das klingt nicht nur viel, das ist es auch und motivierend stehen Ziele, wie das Erreichen der Playoffs, oder gar deren Gewinn im Vordergrund.




