Das Jahr ist noch jung, viele Highlights gab es noch nicht. Doch dies könnte sich nun ändern, meldet sich doch der Nachfolger des Unterwasserdramas von 2007 zum Test. Ein gutes Spiel zu verbessern, mag recht einfach sein, aber bei einem „Spiel des Jahres“ noch eine Schippe drauf zu legen ist eine Herausforderung. 2K gibt sein bestes, versprach viel, mal sehen, was dabei herum kommt.
Was zuvor geschah
Es ist der Traum der Erfinder, der Denker, der Freigeister. Forschung und Entwicklung ohne Grenzen von Zensur oder Moral. Wofür sind die ganzen Gesetze und deren Einschränkungen überhaupt gut? Sie schränken den Fortschritt ein und ohne Fortschritt schleicht sich evolutionszerstörender Stillstand heran. Doch wo gäbe es genügend gesetzlichen Freiraum für die freie Entwicklung von Wissenschaft und Kunst?
Andrew Ryan hat 1943 die Antwort parat: Ein gigantisches Bauprojekt mitten im atlantischen Ozean, eine ganze Stadt unter Wasser, Rapture wird geboren. Hier können sich nur die Reichen eine Mitgliedschaft erkaufen, es entsteht eine Elite-Gemeinschaft ohne Beschränkungen von Moral oder Gesetz. Doch das Projekt scheitert an seinem Grundsatz selbst. Mit der Droge ADAM, die aus einer Seeschnecke gewonnen wird, kommt lediglich der sichtbare Verfall zum Vorschein, als die Drogensucht jegliche Barrikade von Vernunft und Gesetz einreißt. ADAM wird von gentechnisch veränderten Kindern (Little Sister) aus den Körpern toter Menschen extrahiert, folglich sind die Süchtigen, genannt „Splicer“, auf der Jagd nach ihnen. Da sich diese nicht selbst verteidigen können, wird dies von den „Big Daddys“ erledigt. Diese stark gepanzerten und mit einem Bohrer, statt rechter Hand ausgestatteten Kreaturen sind für die Splicer unbezwingbar, so daß die Little Sister ihrem Auftrag ungehindert nachgehen können. Denn ADAM bringt Geld, das soll es nicht umsonst geben.
In der Unterwasserstadt Rapture wurde vor dessen Zerfall jedoch auch erfolgreich geforscht und entwickelt. Eine Frucht dieser Entstehungszeit ist das Plasmid. Ein Plasmid ändert die genetische Struktur des Körpers, er gewinnt Fähigkeiten, die zuvor nicht möglich gewesen wären. Oder war es euch neulich morgens vielleicht möglich das Weißbrot mittels Feuerstoß aus ihrer Hand zu toasten und die Kaffeemaschine mittels Stromschlag aus der bloßen Faust in Betrieb zu setzen?
Und jetzt?
Im fiktiven Jahr 1959 hatte man Rapture als unfreiwilliger Gast nach einem Flugzeugabsturz besucht. 10 Jahre später kommt es zum erneuten Aufenthalt, aber dieses mal ist man kein gewöhnlicher, zerbrechlicher Mensch. Der Spieler übernimmt die Kontrolle eines dieser gewaltigen Kampfkolosse, den Prototypen des Big Daddys.
Dieser ist mittlerweile nicht Alleinherrscher des mehr oder weniger wasserdichten Städtchens, denn die Entwicklung macht nicht halt. Das größte Manko des Big Daddy ist seine Behäbigkeit und dieses merzt nun die neueste Kreatur Raptures aus. Die „Big Sister“ ist eine erwachene „Little Sister“, ähnlich gut gepanzert, wie der Big Daddy, dafür jedoch schnell, unglaublich schnell. Diese wendigen Kampfmaschinen sind zudem mit Plasmiden ausgerüstet, so dass sie dem Big Daddy im direkten Vergleich überlegen sind.




