Wolkig mit der Aussicht auf Fleischbällchen Review
Wolkig mit der Aussicht auf Fleischbällchen Review
Von: Andrea Krieg am 08.03.2010
Heute gehört es zum guten Ton zu einem Kinofilm ein Videospiel auf den Markt zu bringen. Ebenso ist es mit „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“, welcher hierzulande noch in den Kinos läuft. Wir haben für euch die Wii-Version aus dem Hause Ubisoft genauer unter die Lupe genommen.
Aus Wasser mach Essen
Flint Lockwood ist Erfinder, der nicht ganz so viel Glück mit seinen Erfindungen zu haben scheint. Es will ihm einfach nichts brauchbares gelingen, bis er eines Tages eine Maschine entwickelt, die Wasser in Nahrung umwandelt. Die ganze Gerätschaft macht sich jedoch selbstständig und lässt nach kurzer Zeit das Essen nicht mehr in kleinen Portionen regnen sondern die Stadt förmlich in Chili ertränkt. An dieser Stelle kommt der Spieler ins Leben, der Flint Lockwood spielt und sich mit diesem zur Rettung der Stadt aufmacht.
Entschärft das Chili! Oder, das Spiel
In der gesamten Stadt wimmelt es nur so von überdimensionalen Lebensmitteln, darunter Chilispritzer, welche unter anderem in Form von großen Tropfen vom Himmel fallen und beim Auftreffen so groß, wie kleine Seen sind. Dann gibt es noch überdimensional große Gummibären, die alles andere als goldig sind. Natürlich läuft man nicht planlos durch eine Stadt, an der es an jeder Ecke „brennt“, sondern es wird aus dem Labor von Flint gestartet. Hier kann der Spieler an Flints Computer das gewünschte Level auswählen und dann am gewählten Startpunkt beginnen. Das Spiel ist in Episoden aufgeteilt, innerhalb dieser die Level frei wählbar und in beliebiger Reihenfolge spielbar sind. In jedem Level gilt es neben den normalen Punkten, auch extra Punkte einzusammeln, damit der Spieler einen Bonus einsacken kann. Durch diesen können dann die Waffen aufgerüstet werden. Dem Spieler, der es schafft in allen Spielabschnitten eine bestimmte Art von Lebensmittel zu vernichten winkt eine „ultimative Waffe“ als Belohnung.
Wer jetzt einen Schreck bekommt und glaubt auf die Killer-Gummibären würde mit Maschinenpistolen oder ähnlichem gefeuert, kann sich entspannen. Die Waffen sind allesamt recht harmlos, um nicht zu sagen artgerecht und dienen lediglich dazu die Lebensmittel zu vernichten, um Bewohner und Touristen der Stadt zu retten. Beispielsweise gibt es eine Waffe, mit der Avocadocreme aufgesaugt werden kann, die dann dazu genutzt wird auf Chililachen zu feuern. Ebenso gibt es eine übergroße Fleischgabel, die es möglich macht zuvor geregnete Frikadellen aufzutürmen. Über diesen Turm aus Hack werden höher gelegene Hindernisse erreichbar. Für Eis und Butter gibt es dann noch ein Werkzeug, um die Masse zum schmelzen zu bringen. Für jedes Problem eine Lösung und völlig ungefährlich für die Bewohner der Stadt.
Die Level sind gut überschaubar und durch die Tatsache, dass Flint in jedem schon die benötigte Waffe dabei hat, auch gut zu meistern. Dennoch muss hier gesagt werden, dass die Level nicht immer einfach sind. Denn all zu schnell springt der Protagonist leicht neben die Waffeln oder die anvisierte Plattform, die ein Weiterkommen ermöglicht. In dem ersten Level könnte zunächst auch der Eindruck entstehen, dass es nicht weiter geht, da die Hindernisse unüberwindbar sind. Jedoch legt sich auch dieses Problem, wenn die großen „Eis am Stiel“ erkannt und dann mit dem „Flux-Zerschmelzer“ verflüssigt werden. Es muss sich also, gerade wenn der Film unbekannt ist, erst mal an die überdimensionalen Lebensmittel gewöhnt werden, um diese als Hindernis, oder Möglichkeit zu erkennen.
Gesteuert wird das ganze per Wiimote und Nun-Chuck, der Klassik-Controller wird nicht unterstützt.
Sollte ein zweiter Spieler eine Runde mit durch das „Schlaraffenland“ drehen wollen, kann dieser an jeder Stelle des Spiels beitreten und die Kontroller über Flints Affen übernehmen. Sollte der Zweitspieler die Lust verlieren, kann er das Spiel ebenso schnell wieder verlassen. Eine sehr schöne Koop-Möglichkeit, welche es gerade Kindern ermöglicht mit einem Besucher eine Runde zu spielen, ohne von vorne beginnen zu müssen.
Wenn mehrere Personen das Spiel solo durchlaufen möchten wird dies durch drei unterschiedlichen Speicherplätze getrennt, die durch die Köpfe der Film-Charaktere gekennzeichnet sind.




