Subjektive Meinung des Testers
Die Steuerung mag die meisten zunächst schockieren. Ich war diese Art der Bedienung durch MGS:Peacewalker auf der PSP bereits gewohnt und kam sofort mit ihr zurecht. Nicht zurecht kam ich dagegen mit dem 3D-Effekt. Sobald er eingeschaltet wird, wirkt das ganze Bild verwackelt und unscharf, was das genaue Orten von Gegnern und Laufwegen erheblich erschwerte. In 2D sah das Ganze dann wesentlich ruhiger aus. Die fehlende Übersicht blieb aber auch hier. Ein größer Blickwinkel (FOV) wäre vorteilhaft gewesen. Auch wenn mir das Geschleiche eines Sam Fishers nicht gerade ins Blut übergeht, hat mir der Titel erstaunlich lange Spaß gemacht. Ich bleibe am Ende dann aber lieber bei der Konkurrenz von Konami.
Fazit:
Sam Fisher macht auch auf den 3DS eine gute Figur, doch stellenweise wirkt das Bedienkonzept nicht richtig rund. Es wirkt, als wolle man auf Teufel komm raus, alle Funktionen des 3DS auch in das Spiel integrieren, was zum Großteil dann glücklicherweise auch passt, es bleiben aber Momente, in den die Steuerung überladen wirkt, da viele Bedienelemente auf den Touchscreen gewandert sind, die im hektischen Spielsituationen nicht immer getroffen werden. Die komprimierten Level passen jedoch sehr gut in die Handheld-Portierung und wäre der Bildausschnitt größer gewählt, so würden sie auch restlos überzeugen. Splinter Cell 3D ist ein Schleich-Shooter, der sich auf die alten Tugenden Fishers besinnt und übermäßige Action, wie sie in der Neuauflage vorkam, ignoriert. Dadurch geraten die Technik-Spielereien und Taktik wieder in den Vordergrund und Fans der älteren Teile dürfen bedenkenlos zugreifen.
17.05.2011



