Geheimakte 2 - Puritas Cordis Review
Von: Faty Mueller am 16.09.2008Ich habe die Hoffnung auf eine wirklich gute Adventure-Serie mittlerweile aufgegeben, bis mir der Titel „Geheimakte 2: Puritas Cordis“ in die Hände fiel. Ich kenne den Vorgänger „Geheimakte Tunguska“ noch sehr gut, konnte es aber leider aus zeitlichen Gründen nicht lange spielen, was ich definitiv noch nachholen werde. Warum mich die Fortsetzung so sehr in den Bann gerissen hat, erfahrt ihr im Test.
Nach uns die Sintflut!
Umweltkatastrophen, Flutwellen und massig Tote, das sind die Launen der Mutter Natur. Der vollkommene Untergang steht unserer schönen Erde bereits auf der Fußmatte und bis jetzt sind noch nicht wirklich alle davon überzeugt, doch eine Sekte namens „Puritas Cordis“ warnt vor dem bevorstehenden Ende und möchte die Masse für sich gewinnen. Nina Kalenkow ist eine junge Frau, welche mit überstandenen Verschwörungsfällen und reichlich Abenteuer nun endlich ihre wohlverdiente Ruhe sucht. Während ihrer Reise geschehen mysteriöse Vor- und Todesfälle. Als neugieriges Mädchen geriet sie auf eine Heise Spur, welche nicht gerade wenig mit der geheimnisvollen Sekte „Puritas Cordis“ zu tun hat.
Ehe wir uns versehen, befinden wir uns im Dschungel, im Zoo, im Gefängnis und auch auf dem Friedhof. Da ich euch die Freude an der Mausklickerei nicht verderben möchte, höre ich auch schon hier mit der Geschichtsstunde auf und komme direkt zum Titel.
Gehe, nimm, öffne, benutze…
Die typischen Eigenschaften von Point and Klick (PnK) Adventures sind die Rätsel- und Kombinierungseinlagen, doch was für manche PnK Adventures das Herz ist, ist für die Meisten ein Genickbruch. Entweder die Rätselkost verträgt der Magen nicht oder „Gehirn“ steht nicht in den Systemvoraussetzungen. „Geheimakte 2“ bietet sowohl für Einsteiger als auch für die eingefleischten Veteranen ihre nötige Portion „Rätselkost“.
Während Veteranen in klassischer Manier die Karte nach auffälligen Elementen durchwühlt, benutzen Einsteiger die Lupe, welche auf einen Blick alle Objekte anzeigt, mit denen man interagieren kann. Im Tagebuch werden Schlüsseldialoge eingetragen, welche man bei belieben nachschlagen kann und wer ein bisschen weiterblättert, findet sogar einige Lösungstipps, falls man nicht weiterkommt. Mein Tipp: Nicht benutzen und auch Finger weg von der Komplettlösung, denn die Rätsel sind zu meistern. Manche Kombinationen sind zwar etwas schräg, doch da die Mauszeiger ihre Form ändert, sobald sich Elemente verbinden lassen, ist das auch wieder kein Problem.
Schön ins Mikro gepustet!
Während und kurz vor, bzw. kurz nach den Cut-Scenes sind die Dialoge zwar etwas lang und auch ziemlich trocken, doch man brauch keine Scheu haben, Personen anzusprechen, da hier die Dialoge meist auf das Wichtigste beschränkt sind und die Texte von wirklich professionelle Synchronsprecher aufgenommen wurden. Das Gesprochene wirkt glaubhaft und man kann den Stimmen schön zuhören, hier ein dickes Lob, das erlebt man selten bei einem übersetzten Titel. Doch auch so schön und knackig die Texte auch gehalten wurden, so finden sich dann doch wieder einige Dialoge, die man sich besser verkniffen hätte. Unter anderem fallen wirklich miese Promi- und Videospiele- Witze in diese Kategorie.
Der Spielablauf lässt PnK Fans kaum noch Wünsche offen. Tolle Forschungsbereiche und ein nicht linearer Ablauf behalten dem Spieler am Ball. Die Story ist jetzt nicht besonders prickelnd, auch wenn man sich sichtlich Mühe um die Purita Cordis Verschwörung machte, dennoch Interessant. Ihr schlüpft nicht nur in die Haut von der hübschen Nina, sondern lernt auch ihren Ex-Freund kennen und steuert auch weitere Charaktere durch das Abenteuer. Weiter möchte ich auch hier nicht zuviel verraten, aber ein Stift und ein Zettel, solltet ihr neben der Tastatur liegen haben um einige Rätselherausforderungen meistern zu können.
Optische Schönheit!
Da ich morgens schon fast mit einem PS3-Controller aufwache, bin ich in Thema Grafik natürlich anderes gewohnt, dennoch spielt „Geheimakte 2“ in der Adventure-Liga deutlich auf den höheren Rängen mit, auch wenn einige Animationen etwas verkrampft sind und die Gesichtsanimationen während den Zwischensequenzen stark an die Turtles-Filme erinnern.
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Sehr schönes Adventure - Nicht nur für Veteranen!
Fazit:
So muss ein PnK Advenure sein. Es hat zwar seine kleinen Schwächen bei den Dialogen und der Optik, doch Fans und die, die es noch werden wollen, können bedenkenlos jagt auf die „Puritas Cordis“-Sekte machen. Knackige Rätseleinlagen, wundervolle Synchronisation und jede Menge Abwechslung. „Geheimakte 2“ ist ein schönes Point and Klick Adventure, welches man gerne spielt.
16.09.2008




