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Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review

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Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review Packshot

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review

Von: Carsten Sandtner am 01.11.2008
NDS - Review aus dem Bereich RPG
 
Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review - Gold-Award
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Vor 18 Jahren erschien der vierte Teil der im asiatischen Raum sehr erfolgreichen RPG-Serie Dragon Quest. Zu diesem Zeitpunkt waren die ersten drei Teile schon Verkaufsschlager. Im europäischen Raum dauerte es noch bis zum Jahre 2006, bis ein Dragon Quest Teil veröffentlicht werden sollte. Jetzt wurde ein Remake des vierten Teils, Dragon Quest IV: Die Chronik der Erkorenen, für den Nintendo DS veröffentlicht. Pünktlich zur Volljährigkeit wurde diese Perle der Rollenspiele endlich auf dem europäischem Markt veröffentlicht. Werden alle Erwartungen erfüllt?

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review

Die Story
Dragon Quest IV ist in fünf verschiedene Kapitel unterteilt. In jedem der ersten vier Kapitel wird ein Held der Heldentruppe des fünften Kapitels vorgestellt. Der eigentliche Protagonist der Geschichte wird erst im letzen Kapitel in Erscheinung treten. Somit wird eine langjährige Geschichte mit dem immer gleichen Antagonisten aufgebaut und erzählt. Dies war für damalige Verhältnisse ein revolutionäres Konzept für ein Rollenspiel. Und es fasziniert noch heute. Erst im fünften Kapitel werden die Stränge zusammengeführt. Es treten zu keiner Zeit Ungereimtheiten auf.

Bevor das jeweilige Kapitel beginnt, wird durch eine in Spielgrafik abgespielte Szene zum Thema hingeführt. Wenn man eine vage Vorstellung seiner Aufgabe hat, kann man sich frei durch die Stadt bewegen und durch beharrliches Reden mit den NPCs eine Menge mehr an Informationen in Erfahrung bringen und seine Aufgabe erfüllen.

Jeder Spieler sollte die Atmosphäre und Story unvoreingenommen erleben, daher verzichte ich bewusst auf eine detaillierte Darstellung des Plots.

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review

Das Spiel

Das Spielprinzip ist typisch für ein Rollenspiel aus dieser Zeit: Erkunde die Welt, sprich mit Leuten. Versuche verzwickte Rätsel zu lösen und erreiche höhere Levels. Bei der Erkundung der Spielwelt muss der ein oder andere Kampf mit Monstern bestritten werden. Dadurch bekommt man Gold und die noch wichtigeren Erfahrungspunkte. Wurde genug Erfahrung gesammelt, steigt man einen Level auf. Je höher der Level, desto mehr Lebenspunkte und andere wichtige Attribute, wie z.B. Abwehr, Kampf, Geschwindigkeit, etc.

Von dem Gold kann man sich bei Händlern in der Stadt neue Ausrüstungsgegenstände kaufen oder auch alte wieder Verkaufen. Um besser gegen stärkere Gegner bestehen zu können, ist es notwendig seinen Helden durch Kämpfe hoch zu Leveln. Dafür reicht es einfach außerhalb einer Stadt durch die Welt zu schlendern. Immer wieder wird das eine oder andere Monster angreifen. Erfolgt ein Angriff, wird klassisch Rundenbasiert gekämpft. Ob ein Angriff sinnvoll ist, eine Flucht versucht, gezaubert oder ob man einen Gegenstand zur Heilung, o.ä. aus dem Inventar benutzt, muss pro Runde individuell entschieden werden. Spannend wird es, sobald die Gruppe nicht nur aus dem eigenen Helden besteht. Dann muss überlegt werden, wie die verschiedenen Gruppenmitglieder eingesetzt werden. Dann ist eine kluge Taktik gefragt.

Übersteht der Held den Kampf nicht, wird er in der Kirche einer Stadt wiederbelebt. Die Attribute des Charakters bleiben erhalten. Lediglich die Hälfte des Goldes wird einem genommen. War der Held in einem Dungeon unterwegs muss dieser nach der Wiederbelebung erneut von vorne durchgespielt werden, bzw. muss der Held auch dort wieder hingesteuert werden. Also immer schön auf die Lebenspunkte achten!

Wurde der Gegner besiegt, werden einem die beschriebenen Erfahrungspunkte und die erbeuteten Gegenstände (Gold, etc.) gutgeschrieben. Die Reise kann fortgesetzt werden.

Gegen Ende der verschiedenen Kapitel wartet ein meist sehr starker Endboss auf den oder die Helden. Um gegen diesen zu bestehen ist eine menge Erfahrung und ein höherer Level notwendig. Nicht zu vergessen eine kluge Taktik im Kampf. Wann greife ich lieber an? Soll ich lieber Verteidigen? Oder doch besser ein Heilkraut nehmen? Würde mir Magie weiterhelfen? Das sind alles Entscheidungen die im Kampf getroffen werden müssen. Im fünften und umfangreichsten Kapitel erwarten einen mehr als nur einen Endboss und natürlich den finalen Endgegner.

Eine Besonderheit in Dragon Quest IV, im Vergleich zu den Vorgängern, ist die Möglichkeit seine Heldentruppe in einem Pferdegespann mitnehmen zu können. Diese Kameraden können in einem Kampf nicht eingesetzt werden, erhalten aber Erfahrungspunkte. Jederzeit kann die Party neu zusammengestellt und gegen die Charaktere im Gespann getauscht werden. Damit besteht die Möglichkeit immer mit der (hoffentlich) effektivsten Truppe in einen Kampf zu ziehen.

Ein weiteres schönes Feature ist der dynamische Wechsel von Tag und Nacht. So kommt es vor, dass man mit bestimmten Leuten nicht tagsüber reden kann, und auf den Abend, bzw. die Nacht gewartet werden muss. Auch sind die Monster in der Nacht andere. Die Straßen der Städte sind weniger belebt, viele Einwohner schlafen. Das schafft eine nette Atmosphäre.

Gesteuert wird das gesamte Spiel ohne Verwendung des Touch-Screens. Doch ist dies kein Beinbruch, denn die gesamte Steuerung ist durchdacht und einfach mit dem Steuerkreuz und den vier Buttons umgesetzt.

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review

Die Grafik

Das Erkunden der Welt und der Dörfer wurde in der NDS-Umsetzung mit einer liebevollen Grafik gestaltet. Die Charaktere sind in 2D und etwas pixelig, aber dennoch nett anzuschauen. Wen die Charaktere an Dragonball erinnern, dem sei gesagt, dass Akira Toriyama seine Hand mit im Spiel hatte - seineszeichen der Zeichner der Dragonball Comicreihe!

Besonders in den Städten macht die grafische Umsetzung einen wunderschönen Eindruck. Die gesamte Stadt ist in 3D gestaltet. Mit den Schultertasten kann die Darstellung rotiert werden, so dass kein Winkel vor der unbändigen Neugier des Helden sicher sind. Werden beide Tasten zugleich gedrückt, wird das Bild wieder in die Ausgangslage versetzt.
Begibt man sich auf Reisen außerhalb der Stadt, ist die Grafik etwas detailarmer. Doch ist dies verkraftbar. Die Welt außerhalb der Stadt ist wieder in 2D gehalten.

Der Sound

Da spielt ja ein Orchester! Der Soundtrack ist wundervoll. Kein piepsiges gedudelt. Wunderschöne orchestrale Stücke werden einem hier auf die Ohren gegeben. Koichi Sugiyama ist kein Unbekannter in der Dragon Quest Serie. Hat er doch für viele Teile die Musik beigesteuert.

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review



Fazit:


Dieses Spiel ist ein MUSS. Ob Rollenspielliebhaber, oder jemand der einfach nur mal eines ausprobieren möchte. Jedem kann es uneingeschränkt empfohlen werden. Die Geschichte ist in sich schlüssig und dicht. Die grafische Umsetzung toll. Dazu ein orchestraler Soundtrack, der einfach schön klingt. Einzig die drei vorhandenen Speicherplätze und die Tatsache, dass man nur in einer Kirche abspeichern kann, könnte als Kritik angesehen werden. Ich schreibe bewusst könnte, denn meiner Meinung nach ist es spannender, wenn man nicht an jeder Ecke und zu jeder Situation den Spielstand abspeichern kann. Der Spieler wird dazu gedrängt zu überlegen, ob er es nochmals ohne Speichern versucht. Oder geht er lieber noch mal in die Stadt zurück?
Die anfängliche Frage nach Erfüllung aller Erwartungen kann ich somit mit einem klaren JA beantworten.

01.11.2008



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Autor:
Carsten Sandtner

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Wertung

92 Prozent

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review - Gold-Award

Grafik:
Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review Grafik Wertung 9 / 10

Sound:
Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review Sound Wertung 10 / 10

Gameplay:
Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review Gameplay Wertung 9 / 10

Umfang:
Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen Review Umfang Wertung 10 / 10



Pro und Kontra

  • Grafik
  • Sound
  • Story
  • Langezeitspaß

  • "Nur" 3 Speicherplätze

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