König Roland braucht meine Hilfe sein Königreich in neuem Glanz wieder erstrahlen zu lassen. Ein König bittet mich um Hilfe? Das lasse ich mir nicht zweimal sagen! Schauen wir mal, wie ich Roland helfen und sein Land in MySims Kingdom retten kann.
Doch bevor ich in die Rettungsmission starte muss ich schnell mein Aussehen und die Klamotten festlegen. Was ziehe ich nur an? Einen roten Pulli? Wie schneide ich meine Haare? Und überhaupt, bin ich ein Junge oder ein Mädchen? Ist die Erstellung des Charakters erledigt, gelangt man in das Büro der Bürgermeisterin. Endlich! Der König. Roland schwärmt davon, wie schön sein Reich doch jetzt endlich ist. Er ist ganz hin und weg. Nachdem er mich kennen gelernt hat, muss er leider schon wieder weg. Schade!
Doch die Bürgermeisterin hat eine erste Aufgabe für mich. Ich soll einem Dr. F. ein Paket bringen. Mache ich doch gerne.
Kaum angekommen, demonstriert mir Dr. F. seine neuste Erfindung. Ein Gerät, das aus Essenzen (Elemente bestimmter Gegenstände) neue Gegenstände erzeugen kann. Ich darf es sogar gleich ausprobieren. Wieder raus aus dem Labor und Essenzen sammeln. Wieder bei Dr. F. darf ich zwei Essenzen in einem weiteren Gerät vermischen und schütteln. Daraus entsteht ein neuer Gegenstand. Toll. Synthesionator nennt sich der Apparat.
Da ich, bzw. mein Sim, hundemüde bin, gehe ich in mein Haus und schlafe erstmal eine Runde. Doch was ist das? Ein Bösewicht streunt durch die Gegend und lässt Gegenstände, Blumenbeete und sogar Häuser samt Bewohner verschwinden.
Das findet der König gar nicht witzig. Er setzt die Bürgermeisterin enorm unter Druck. Sie bittet uns um Mithilfe. Wir sollen die Stadt neu gestalten und wieder im vollen Glanz erstrahlen lassen. Dafür benötigen wir "nur" den Extraktor und den Gegenstände-Schüttel-Kocher - den Synthesionator.
Die Realität
Was bis hier noch interessant und kurzweilig klingt, entpuppt sich schnell als ein langweiliges durch die Gegend laufen. Hier und dort werden Essenzen gesammelt und Gegenstände herbei geschüttelt. Zum Glück gibt es neben der langweiligen analogen Schütteltechnik auch eine Computerunterstützte. Wirklich schön sind die Gegenstände auch nicht. Das Gestalten der Stadt ist scheinbar nur eine Nebenbeschäftigung. Rumlaufen und mit den Leuten reden ist das eigentliche Ziel. Die Bewohner haben die eine oder andere Aufgabe, die erfüllt werden will. Darunter befinden sich einige Minispielchen, wie Kajakfahren, Gemüse verkaufen, Tennis oder eine Schneeballschlacht. Mit dem Gemüseverkauf kann sich zum Beispiel etwas dazu verdient werden. Wurde ein Minispiel erfolgreich beendet erhält mein Sim Geld, nützliche Gegenstände oder Pläne zur Errichtung von Häusern.
Die Minispielchen sind ein Lichtblick in dem gesamten Spiel. Der Anspruch ist nicht sehr hoch, und ein erfolgreiches Gelingen ist meist garantiert. Für kurze Zeit können sie einem Spaß bieten. Minispiele können drahtlos an Freunde auf deren DS gesendet werden. Wer einen Bekannten im Freundskreis hat, der ebenfalls das Spiel besitzt, kann sogar Gegenstände tauschen.
Lobenswert ist die Grafik und die Steuerung. Die Charaktere sind liebevolle 3D-Modelle. Und auch sonst ist alles schön farbenfroh und bunt. Die Steuerung kann entweder klassisch mit dem Steuerkreuz und den Tasten durchgeführt werden. Oder man benutzt den Touchscreen. Wie man sich auch entscheidet, es funktioniert reibungslos und intuitiv.
Fazit:
Mir ist langweilig! Das Spiel fängt ganz OK an, doch schnell wird es eintönig und langweilig. Das Erstellen der Gegenstände ist immer die gleiche aufwendige Prozedur. Essenzen müssen gesammelt werden. Doch irgendwann ist der Extraktor leer und die Batterien laden sich nur dann auf, wenn man schläft - warum auch immer. Nur die Minispielchen können einem die Zeit etwas vertreiben. Und das Freispielen der ganzen Spielchen war der einzige Grund mich länger mit dem Titel zu befassen - Ich musste es schließlich testen. Selbst die junge Zielgruppe wird, statt dem Spiel zu frönen, lieber Hausaufgaben machen wollen.
14.11.2008




