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Scythe Musashi Review Packshot

Scythe Musashi Review

Von: Fabian Brain am 13.12.2008
Hardware - Review aus dem Bereich Hardware
 
Scythe Musashi Review - Silber Award
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Nachdem sich der Hersteller Scythe aus Japan bisher im Bereich Kühlung auf Prozessor- sowie Festplattenkühler beschränkt hat, wurde nun der Scythe Musashi, ein Grafikkühler für nahezu sämtliche aktuellen Modelle herausgebracht. Im Folgenden erfahrt ihr, wie das Testmuster abgeschnitten hat.

Unser Dank gilt Herr Andreas Bunen von Scythe, der uns das Testmuster freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.


Spezifikationen


- Modell: SCVMS-1000
- Kompatibilität: Radeon 9*** (nicht 9550/9600) / X*** / X1300 / X1600 / X1650 / X1800 / X1900 / X1950 / HD2600 / HD2900XT / HD3650 / HD3850 / HD3870 / HD4850 / HD4870 bzw. GeForce FX5900 / 6600 (nicht 6600 AGP) / 6800 / 7300 / 7600 / 7800 / 7900 / 8500 / 8600 / 8800GT / 8800GTS / 9600 / 9800GT / 9800GTX / 9800GTX+
- Maße: 104 x 250 x 35 mm (B x T x H)
- Lüfter: 100 x 100 x 12mm
- Lüftergeschwindigkeit: 800~2000 rpm
- Lautstärke: 12,50 ~ 29,22 dB(A)
- Durchsatz: 11,45 ~ 27,6 CFM / 20 ~ 48 m³/h
- Gewicht: 375g
- Preis: circa. 30€


Lieferumfang

- Kühler
- Stromadapter
- Silmore Wärmeleitpaste
- 23 Aluminium-Kühler (RAM, Spannungswandler, ...)
- Montagematerial
- Kupferplättchen
- Einbauanleitung (Japanisch/Englisch/Französisch/Deutsch/Spanisch/Russisch)
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Montage

Beim Montieren des Kühlers kann man eigentlich nicht viel falsch machen.
Zunächst muss natürlich der Originalkühler demontiert werden. Bitte beachtet, dass dabei jegliche Garantie- bzw. Gewährleistungsansprüche verloren gehen! Wir übernehmen keine Haftung für eventuelle Beschädigungen oder Defekte!
Anschließend sollten sämtliche zu kühlende Bauteile von Wärmeleitpaste gereinigt werden, etwa mit Nagellackentferner.
Dann setzt man die Passivkühler, entsprechend der beiliegenden Anleitung, auf RAM-Chips und Spannungswandler. Wie schon beim getesteten Xigmatek Battle-Axe VD964 hatten wir aber auch hier das Problem, dass die selbstklebenden Wärmeleitpads auf den Kühlern nur sehr schlecht haften. Die Folge: Früher oder später werden einige Chips abfallen, besonders bei Spannungswandlern kann das zu Schäden führen. Wer also das selbe Problem hat, könnte einen kleinen Klecks Wärmeleitpaste auftragen, um somit für besseren Halt zu sorgen. Dies hat sich bei uns als sehr gutes Workaround erwiesen.
Falls vorhanden, muss auch auf den Bridge-Chip der entsprechende Kühler per Push-Pins befestigt werden. Nun kann man den eigentlichen Kühlkörper montieren.
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Dazu schraubt man die beiliegenden Stifte in die Gewinde um die Bodenfläche. Welche Gewinde genau benötigt werden, ist unterschiedlich. Bei unserer 8800GTX waren es z.B. die vier äußersten, bei der HD4850 die zweiten von außen.
Liegt der Kühler auf der Grafikkarte und die Stifte ragen hinten heraus, kann die Backplate auf die Stifte geschoben und mit den vier Rändelmuttern festgezogen werden. Dies sorgt für einen guten, zentralen Anpressdruck.
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Verarbeitung

Wie von Scythe gewöhnt, befindet sich die Verarbeitungsqualität auch beim nahezu makellosen Musashi auf einem sehr hohen Niveau.
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Einzig die Ummantelung der Kabel hätte besser gelöst werden können. Beispielsweise, indem man statt aufgedrehtem Kunststoff lieber übliches, geflochtenes Sleeve verwendet hätte. So macht das Ganze leider keinen besonders hochwertigen Eindruck. Außerdem scheint es eine gewisse Qualitätsstreuung bei den Lüfterlagern zu geben (siehe Unterpunkt Lautstärke).
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Aufbau

Allgemein wirkt der Musashi sehr durchdacht. Neben seinem eher großen Lamellenabstand, circa 2,5mm – damit auch für langsam drehende Lüfter bzw. niedriger Luftdurchsatz gut geeignet, – haben die Entwickler auch keinen möglichen Quadratzentimeter Fläche verschenkt. Selbst aus der Kontaktplatte zur GPU wurde ein Körper mit vielen Pins gestaltet, da dort ja keine Lamellen angebracht werden könnten.
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Die Hitze der GPU wird mit vier Heatpipes (Durchmesser 6mm) auf die 77 Lamellen verteilt. Allein eine Lamelle besitzt eine Oberfläche von fast 25cm². Die Gesamtoberfläche der Lamellen beträgt rund 0,19m².
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Die zwei 100x100mm Lüfter, welche mit 12mm Höhe außerdem überaus flach sind, werden mit den bereits bekannten Haltebügeln eingehängt.


Lautstärke

Dank der mitgelieferten Lüftersteuerung können beide Lüfter unabhängig voneinander gesteuert werden. Diese besteht im Grunde aus zwei Potentiometern, die in eine Slotblende integriert sind. Die Steuerung kann jedoch nicht abgesteckt werden, da sie mit den Lüftern verlötet ist.
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Auf der niedrigsten Stufe laufen die Lüfter mit rund 800 Umdrehungen pro Minute und sind dabei nahezu unhörbar, wobei der Luftdurchsatz deutlich Federn lassen muss.
Leider scheint das Lager bei einem der zwei Lüfter nicht zu 100% in Ordnung zu sein, ein Klackern bei niedrigen Umdrehungszahlen ist deutlich zu hören.
Voll aufgedreht sind die Lüfter relativ laut und stoßen bei geräuschempfindlichen Mitmenschen wohl eher auf Missgunst. Dabei drehen sie mit ca. 2000 Umdrehungen pro Minute und erzeugen ein relativ "angenehmes" Rauschen.


Kühlleistung

Nachdem der Kühler mit der sonst verwendeten 8800GTX unerklärlicherweise nicht harmonieren wollte (Bildfehler und Blackscreens waren die Folge, trotz mehrmaliger Neumontage), durften wir den Musashi freundlicherweise auf die HD4850 von Gigabyte montieren, die wir aktuell ebenfalls bei uns zum Test hatten. Der Standardkühler dieser Karte ist ein Zalman VF830, welcher sich dem Scythe nun stellen musste.

Die Zimmertemperatur betrug während der gesamten Messungen exakt 19,0° C. Die rechte Seitentür des Gehäuses (BTX!) war während der Tests entfernt.
Im Testsystem befanden sich zusätzlich drei 120mm Lüfter, davon einer im Heck (jedoch unter der Grafikkarte; geregelt auf 900rpm), sowie zwei im Deckel (geregelt auf 1000rpm)!
Die nötige Auslastung lieferte das Programm FurMark. Es wurde so lange ein Stability Test (windowed, 1280x1024, 8xMSAA) ausgeführt, bis die Temperaturen nicht mehr weiter stiegen. Mit der umgekehrten Methodik wurden anschließend die Leerlauf-Werte gemessen.
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Im Vergleich zum VF830 von Zalman schlägt sich der Musashi außerordentlich gut. Unhörbar, auf der niedrigsten Einstellung, kann sich der Japaner einen Vorsprung von 5°K GPU- bzw. 6°K Shader-Temperatur erarbeiten. Die niedrigere RAM-Temperatur ist auf die aufgeklebten Aluminiumkühler zurückzuführen.
Mit den vollen 2000rpm kann sich der Neuling dann mit 18°K Unterschied bei der GPU und 20°K Shader sehr deutlich absetzen, bei nun ungefähr gleicher Geräuschkulisse. Dies ist allerdings auch kein Wunder, bietet der VF830 aus Korea doch deutlich weniger Fläche, nur halb so viele Heatpipes (zwei) und nur einen 75mm-Lüfter. Dennoch ein beeindruckendes Ergebnis für den Musashi.



Fazit:


Scythe hat wieder einmal zugeschlagen. Mit dem Musashi haben die Japaner nun auch einen sehr leistungsfähigen Kühler für Grafikkarten im Angebot – manch einer wird auf diesen Moment gewartet haben. Dennoch muss man aktuell noch mit kleineren Abstrichen leben. So weist z.B. ein Lüfter Lagerklackern bei niedrigen Umdrehungen auf und die mitgelieferten Passivkühler für RAM und Spannungswandler haften teilweise sehr schlecht – hier ist Vorsicht geboten.
Da der Musashi insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen hat, gebührt ihm dafür auch der Silberaward!

13.12.2008



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Autor:
Fabian Brain

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Wertung

8.6 Punkte

Scythe Musashi Review - Silber Award

Ausgezeichnet mit dem
ZockOn! Silber-Award



Pro und Kontra

  • Kühlleistung
  • Lautstärke
  • Lüfterregelung
  • Preis

  • ein Lüfter klackert
  • Kabelummantelung nicht besonders hochwertig
  • Passivkühler haften nur schlecht

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