1998 erschien Tony Hawk's Skateboarding für die Playstation 1. Viele glaubten nicht, dass ein Skateboard-Spiel auf einer Konsole gut funktionieren könnte. Doch wurden diese Leute schnell eines Besseren belehrt. Für mich war es ein Segen, ein solches Spiel habe ich mir als Ex-Skater immer gewünscht. Viele erfolgreiche Teile folgten noch, und andere Publisher setzen mittlerweile auf Sportspiele, die nicht den Mainstream abbilden. Activision schickte ende 2008 ihren jüngsten Spross namens Skate It! für den NDS ins Rennen. Welche innovativen Ideen dieser versucht zu etablieren, das erfahrt ihr im folgendem Test.
Story
Ein Erdbeben zerstört die fiktive Stadt San Vanelona. Das klingt im ersten Moment tragisch, doch schafft es für den Skater in dir den optimalen Raum zum Skaten. Immerhin ist das Ziel, der beste Skater des Jahres zu werden. Also, raus in die Trümmerstadt und üben, üben, üben! Zuerst auf dem Schulgelände, danach auch weiter entfernt, wie z. B. in Rio.
Bevor das Gelände erkundet werden kann hat der Spielegott die Erschaffung des Protagonisten gesetzt. Wir dürfen unseren fiktiven Skater bekleiden und stylen. Durch einen besseren Ruf wird unser Ansehen größer und das Budget wächst proportional. Das bedeutet, wir können uns wiederum bessere Ausrüstung gönnen. Doch nutzt die Beste Ausrüstung nichts, wenn man sein Handwerkszeug nicht versteht.
Weitere Spielmodi
Neben dem Storymodus gibt es noch weitere Spielmodi, die die Langzeitmotivation erhöhen. Das obligatorische Free-Skate darf natürlich nicht fehlen.
Ein interessanter Modus ist "Mein Spot", in dem man seinen eigenen Skate-Park zusammenbauen kann. Das Material erhält man im Karrieremodus. Nach und nach schaltet man neue Rampen, Rails, etc. frei. Ist man der Meinung, den optimalen Skate-Park entworfen zu haben, kann dieser auf einen Server hochgeladen und bereitgestellt werden.
Ein Multiplayer-Modus ist ebenso enthalten, der mittels drahtloser Übertragung oder online genutzt werden kann. Im Multiplayer-Modus stehen verschiedene Herausforderungen zur Verfügung, wie z.B. "S.K.A.T.E", bei dem der Trick des anderen kopiert werden muss.
Steuerung
Um den Skater zu steuern haben sich die Entwickler eine neue Methode ausgedacht. Unter Benutzung des Touchscreens werden die Tricks ausgeführt. Waagerechter Strich nach oben bedeutet wir machen einen Ollie oder zur Seite hin machen wir einen Kickflip. Die Idee dahinter scheint zu sein, dass das Skateboard-Feeling besser rüberkommt. Die zu zeichneten Linien entsprechen immerhin ungefähr der echten Ausführung im reellen Leben. Doch leider ist die Eingabe nicht wirklich tolerant. Dadurch vermasselt man den einen oder anderen Trick. Dazu kommt die Anspannung und Hektik. Bequem ist es auch nicht, da mit der linken Hand der NDS gehalten und noch weitere Tasten gedrückt werden möchten, um Rotationen durchzuführen.
Um die Steuerung langsam zu erlernen ist ein nettes Tutorial integriert. Die durchzuführenden Striche und Kurven werden einem kurz gezeigt und danach muss man eine Aufgabe erfüllen, die genau diesen Trick erfordert.
Fazit:
Skate It! versucht den Platzhirschen Tony Hawk mit einer Innovationen Steuerung heraus zu fordern. Doch gelingt das nicht vollständig. Bei der Tony Hawk Reihe kam ich von Anfang an mit der Steuerung klar, was bei Skate It! leider nicht der Fall ist. Schade eigentlich, denn die Idee dahinter ist wirklich gut.
Die Grafik ist grandios. Ein wahres Highlight. Die Musik ist nicht schlecht, aber leider zu wenig abwechselnd. Alles in allem ist es ein gefälliges Sportspiel, und wer neben Tony Hawk mal andere Skate-Erfahrung sammeln möchte kann getrost zugreifen. Der Karrieremodus und vor allem "Mein Spot" garantieren auch für längerfristige Unterhaltung. Wer gerne Multiplayer spielt, kommt auch auf seine Kosten.
08.01.2009




