Fire Emblem - Shadow Dragon Review
Von: Carsten Sandtner am 31.01.2009Der Nintendo DS eignet sich allem Anschein nach besonders gut für Remakes von Rollenspiel- und Strategieklassiker. Mit Fire Emblem - Shadow Dragon kommt ein Remake aus dem Jahre 1990. Diesmal handelt es sich um ein strategisches Rollenspiel. Ob dieses Remake ähnlich gelungen ist, wie zum Beispiel Dragon Quest IV werdet ihr im folgendem Test erfahren.
Story
Der Tyrann Medeus eroberte vor langer Zeit den Kontinent Akaneia. Er unterdrückte das Volk von Akaneia. Ein einsamer Held jedoch erhob sich, mit unterstützung des göttlichen Schwertes Falchion. Anri, so der Name des Helden, kämpfte Medeus nieder. Der Kontinet war gerettet und wurde wieder Aufgebaut.
Ein Jahrhundert später wurde Medeus wieder geboren und verbündet sich diesmal mit dem grausamen König Gharnef. Das Böse war zurück!
Nun lagt es an König Cornelius von Altea, direkter Nachfahre von Anri, sich dem Bösen zu stellen. Sein Sohn Anri blieb bei Schwester und und Mutter, widmete sich den Büchern und dem Schwert. Eines Tages erhält Anri die Kunde, dass sein Vater in der Schlacht gegen Medeus und Verbündete gefallen ist. Das Schwert Falchion gelangte dabei in die Hände der Tyrannen. Nun obliegt es an Anri den Kontinent vor einem erneuten Untergang zu retten. Er verlässt das Schloss um mit seinen Kriegern in die Schlacht zu ziehen.
Das Spiel
Bevor in die Rolle des Helden geschlüpft wird steht die Auswahl des Schwierigkeitsgrades. Beim ersten Spielen wird Normal empfohlen, das noch genügend Herausforderungen beinhaltet. Beim Start des Spiels können wir jetzt festlegen, ob der Prolog gespielt werden soll. Auch diesen sollte man beim ersten Spielen durchspielen, da dabei die Steuerung und auch manche taktischen Elemente erläutert werden. Außerdem wird man tiefer in die Story eingeführt. Schnell verschwimmen die Grenzen zwischen rundenbasiertem Strategiespiel und Rollenspiel.
Steuerung
Das Spiel kann sowohl über das Touchpoad, als auch mit den Tasten und Steuerkreuz gespielt werden. Die Variante mi dem Touchpad lag mir mehr, ist aber Geschmacksache. Die Karte ist in quadratische Raster eingeteilt. Gezogen wird rundenbasiert. Jeder einzelne der Charaktere hat eine festgelegte Reichweite. Reiter können zum Beispiel größere Entfernungen zurücklegen als Kämpfer zu Fuß.
Die verschiedenen Waffen verfügen über unterschiedliche Reichweiten. So kann mit einem Bogenschützen bereits in einer Entfernung von 2 Feldern angegriffen werden, wogegen ein Schwertkämpfer im benachbarten Feld platziert werden muss.
Auf in den Kampf!
Wir ziehen mit unseren Mannen durch den Kontinent und erfüllen die 25 Missionen. So viel zum sachlichen Hintergrund. Im Spiel wird das dichter und packender erzählt. Die Schlachten sind von taktischem Handeln und klugem Denken geprägt. Vor allem die Tatsache, dass ein mühsam aufgelevelter Mitstreiter nach seinem Tot nie wieder zur Verfügung steht, lässt einen das ein oder andere Mal seine Züge genauer bedenken. Erleidet der Hauptcharakter Anri den Heldentod, ist das Spiel vorüber. Wiederbelebung? Fehlanzeige! Also immer schön überlegen wen man opfert, wenn es nicht anders geht. Und wenn der "Falsche" stirbt, beginnt man das Kapitel das ein oder andere mal neu. Nicht gerne verliert man einen guten Krieger.
Wie es sich für ein anständiges Rollenspiel gehört, bekommt jeder Charakter Erfahrungspunkte für mit Bravur bestandene Kämpfe. Die verwendeten Waffen nutzen sich im Laufe des Spiels ab. Ab Kapitel 4 können wir uns vor jeder Schlacht mit neuen Waffen ausrüsten, oder die Alten reparieren lassen, sofern wir über genug Gold verfügen.
Grafik
Die Grafik ist schön anzusehen. Lediglich die Sprites bei den Kämpfen sind etwas Retro- und Roboterhaft. Doch tut dies dem Spielspass keinen Abbruch. Die Karte ist liebevoll gezeichnet. Die Zwischensequenzen sind in feiner Rendergrafik und sind schön anzuschauen.
Sound
Die Musik wirkt zum Teil etwas "dudelig", doch nervt eigentlich nie. Es ist weder überragend gut, noch wirklich schlecht.
Mehrspieler
Wie es sich für ein Strategiespiel gehört, kann man Schlachten gegeneinander spielen - Mann gegen Mann. Das birgt viel Spielspaß. Dazu kommt die Möglichkeit in einer WiFi-Schlacht per Voice-Chat mit dem Gegner zu reden. Mittels der Nintendo WiFi Connection sind auch Kämpfe gegen zahlreiche Spieler im Netz möglich.
Abgerundet wird der Mehrspielermodus durch die Möglichkeit Armeen mit Freunden zu tauschen.
Fazit:
Fire Emblem - Shadow Dragon hat Suchtpotential. Die Feldzüge machen Spaß und fesseln über Stunden. Dazu eine typische epische Story, die schön erzählt wird. Mir persönlich macht der Genremix Rollenspiel/Strategiespiel sehr viel Freude. Gerade der taktische Faktor macht den Reiz. Hier siegt nicht immer der bessere Würfel. Wer seine Angriffe gut plant, seine besten Charaktere nicht zu schnell opfert, wird viel Freude mit dem Spiel haben. Das I-Tüpfelchen ist den Mehrspielermodus. Hiermit werden weitere Stunden an Spaß garantiert. Wer gerne Rollenspiele und/oder Strategiespiele zockt, sollte bei dem Titel unbedingt zugreifen. Selbst mit fast 20 Jahren auf dem Buckel, weiss das Spiel zu überzeugen.
31.01.2009




