Jeder kennt das: Man hat für alle erdenklichen Sachen ein eigenes Gerät – und man wünscht sich ein einzelnes Gerät, das für alle diese Sachen geeignet ist. Ein solches liefert Scythe mit dem Kama Panel für den Computer: Card Reader, Lüftersteuerung und Frontpanel in einem. Wie das preisgünstige All-in-one Gerät abgeschnitten hat, erfahrt ihr im Folgenden!
Zunächst einmal vielen Dank an Scythe für die Bereitstellung des Testmusters!
Spezifikationen & Lieferumfang
Zuerst die Spezifikationen des Kama Panels:
- Modell-Nr.: SCKMPN-1000-35-BK
- Gewicht: ca. 100g
- 2 Kanal Lüftersteuerung (jeweils max. 1 A bzw. 10W)
- 1x USB, 1x SATA, 1x Audio
- Controller: Alcor Micro AU6375
- 102 x 95 x 25mm
- Unterstützte Speicherkarten: SD, SDHC, MMC, miniSD, microSD, CF, Micro Drive, Memory Stick Pro/Duo/Pro-Duo, xD, RS-MMC, MMC micro, Memory Stick micro (nur mit extra Adapter!)
Im Lieferumfang befinden sich außerdem:
- Audiokabel (Klinke auf Pin)
- USB-Verbindungskabel
- SATA Datenkabel (für externes Anschließen)
- SATA Stromadapter (für externes Anschließen)
- 2x 3pin Lüfterkabel
- Befestigungsschrauben
- zwei Kabelbinder
Nicht nur die Spezifikationen, sondern auch die mitgelieferten Kabel können sich wirklich sehen lassen!
Optik & Verarbeitung
In diesem Punkt kann das Kama Panel leider nicht gut punkten. Da die Front nur aus Plastik besteht, ist diese auch eher anfällig für Kratzer und ähnliches. So kam es auch, dass das Modell schon leicht verkratzt bei uns eintraf. Des Weiteren hinterlässt das Plastik eher einen gemischten Eindruck. Es ist sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob die hochglänzende Oberfläche zwischen den Frontblenden eines Gehäuses wirklich gefällt – oder nicht. Eine Aluminiumblende wäre eventuell eher angebracht gewesen.
Praxiseindrücke
Nach erfolgreicher Installation in einen freien 3,5" Schacht mit den mitgelieferten Schrauben, kann das Kama Panel mit dem USB-Verbindungskabel an einen freien internen USB-Port verbunden werden. Dabei ist zu beachten, dass die zwei Stecker am panel-zugewandten Ende mit der Aufschrift "up" nach oben angesteckt werden (eines für den Cardreader, eines für den USB-Port vorne und die Lüftersteuerung).
Anschließend wird das Panel, bei installierten USB-Treibern (Windows: ab XP SP2), anstandslos erkannt und kann verwendet werden.
Die Schreibgeschwindigkeit einer SanDisk Extreme III CompactFlash-Karte mit 2 GB Speicherkapazität beträgt beim Kopieren einer 320 MB großen Datei 19,4 MB/s (16,5 Sekunden werden benötigt). Gleiches wurde auch mit dem einzeln verfügbaren Kama Reader gemessen.
Wer das Kama Panel intern nicht per SATA-Stromkabel versorgt, da er keine Festplatten extern anstecken möchte, der muss jedoch auch auf die Dienste der Lüftersteuerung verzichten. Diese wird leider nicht vom USB mit Strom gespeist und um den Platz eines Molex-Stromsteckers einzusparen, holt sie sich den Strom vom SATA-Kabel. Einmal angesteckt, leuchten die Regler blau und bieten den angeschlossenen Lüftern einen Regelbereich von ca. 5,2V bis 11,4V.
Die mitgelieferten Lüfterkabel bieten übrigens einen weiteren Stecker zum Durchschleifen des Tachosignals zum Mainboard o.ä.!
Die Audiobuchsen funktionieren leider nicht wie andere Frontpanel über den internen Audioanschluss des Mainboards, sondern bieten einfach eine Verlegung der hinteren Stereo-/Mikrofonbuchse an die Front.
Ebenso ist der verbaute SATA-Anschluss keinesfalls ein eSATA-Anschluss! Er dient "lediglich" dazu, normale 3,5" SATA-Festplatten vorne anschließen zu können, ohne das Gehäuse öffnen zu können. Demzufolge wird auch hier nur ein SATA-Anschluss des Mainboards nach vorne verlegt. Die Transferraten bzw. die Leistung der angeschlossenen Festplatte wird also keinesfalls verschlechtert.
Das Kama Panel wird z.B. von Alternate angeboten!
Fazit:
Für eine UVP von 24,90 Euro erhält man mit dem Kama Panel 3,5” ein kleines aber feines Multifunktionspanel, welches, bezogen auf die Größe, jegliche Funktionen bietet, die man sich nur wünschen kann. Einerseits erfüllt es den Zweck als Cardreader, andererseits als Lüftersteuerung mit beachtlichen 10W Leistung pro Kanal (also 20W insgesamt) oder als SATA-Port samt Strom. Punkten kann das Kama Panel auch mit dem beachtlichen Lieferumfang, der sämtliche benötigten Kabel beinhaltet.
Getrübt wurde der Gesamteindruck hauptsächlich durch die Frontblende. Da diese aus Plastik besteht, ist sie anfälliger gegenüber Kratzern, sodass sie bereits leicht verkratzt bei uns ankam. Des Weiteren könnten sich Besitzer eines Gehäuses mit eher matten Blenden (etwa aus Aluminium) an der glänzend lackierten Oberfläche stören.
Doch auch der Umstand, dass für die Lüftersteuerung der Anschluss eines SATA-Stromkabels nötig ist, wird viele stören, beispielsweise wenn bereits sämtliche Kabel durch Festplatten oder optische Laufwerke belegt sind. Dann nämlich muss ein extra Molex auf SATA-Strom Adapter zugelegt werden.
Das Kama Panel 3,5“ bekommt damit den Silberaward verliehen – gut, jedoch nicht perfekt!
13.02.2009




