In nahezu allen Bereichen des Computer-Sektors ist das japanische Unternehmen Scythe inzwischen zu finden. Angefangen mit Kühlern über Dämmung, Multifunktionspanels und co., versucht sich Scythe mit dem Kama Bay Amplifier nun auch im Audio-Bereich zu etablieren.
Unser Dank gilt erneut Scythe für die Bereitstellung des Testmusters!
Spezifikationen & Lieferumfang
Die Spezifikationen:
- Modell-Nr.: SDA-1000
- Gewicht: ca. 480g
- 2 Kanäle á 10W
- Yamaha YDA138-E, digitaler Verstärkerchip
- Rauschabstand: 103dB
- Harmonische Verzerrung: 0,02% (1KHz an 8 Ohm)
- 152x113x41mm (BxTxH)
- Effizienz: 10W an 8 Ohm, max. 88%
- Eingang: 2x Cinch
- Kopfhörer: 95dB Rauschabstand, 2x 50mW
- Stromanschluss per 4pin Molex oder mitgeliefertem Netzteil
Im Lieferumfang befinden sich außerdem:
- Audiokabel (Klinke auf Cinch, 80cm)
- Audiokabel (Cinch auf Cinch, 1,5m)
- Molex-Stromadapter
- Netzteil
- 2x Lautsprecherkabel (2m)
- Befestigungsschrauben
- Slotblende (Durchführung der Audiokabel)
- Silberne Auswechselblende
- Einbauanleitung
Wie schon beim bereits getesteten Kama Panel legt Scythe hier einiges an Zubehör bei. Erfreulich ist einerseits, dass eine Slotblende zur Durchführung der Audiokabel beiliegt. Des Weiteren sind Lautsprecherkabel nicht selbstverständlich – auch wenn diese keine High-End Kabel mit besonders großem Querschnitt sondern eher für den Einsteiger gedacht sind. Außerdem mit dabei: Eine silberne Blende für das Kama Bay Amp, um es auch für Besitzer eines silbernen Gehäuses beziehungsweise silbernen DVD-Player o.ä. attraktiv zu machen. Näheres dazu im Folgenden.
Optik & Verarbeitung
Die Optik wirkt stimmig, der Grundton schwarz harmoniert mit den silbernen Umrandungen sehr gut. Die Frontblende ist gebürstet, wodurch darüber hinaus ein sehr edler Eindruck erweckt wird.
Viele wird auch die silberne Austauschblende freuen – was in der Praxis jedoch nicht hundertprozentig zusammenpasst, da der schwarze Lautstärkeregler, Power- und Stummschalter wie Fremdkörper wirken.
Auf den zweiten Blick fällt jedoch die Lackierung des Gehäuses selbst auf. Ein tristes silbergrau oben und unten, an den Seiten sind es gar nur Plastikabdeckungen. Extern verbaut macht das Kama Bay Amp also keine allzu gute Figur.
Die Verarbeitung kann sich jedoch sehen lassen. Bis auf einen kleinen Kratzer an der Rückseite konnten keine Mängel entdeckt werden!
Klangqualität
Um möglichst wenig Störungen durch minderwertige Kontakte zu erhalten, wurden jene außerdem vergoldet.
Der Hörtest wird mit zwei Lautsprechern der Marke Teufel, Modell CE 50 FCR, durchgeführt – einmal angeschlossen an den Teufel Subwoofer CE 500 SW, einmal ans Kama Bay Amp.
Es werden verschiedene Musikstücke sowie Spielfilme abgespielt, in verschiedenen Lautstärken.
Die Klangqualität bei niedriger und normaler Lautstärke ist bei beiden einwandfrei, es gibt außerdem keine warnehmbaren Unterschiede zwischen den beiden Verstärkern. Mit zunehmender Lautstärke nimmt bei beiden gleichzeitig die Tonqualität ab und das Rauschen zu – beim Kama Bay Amp jedoch deutlich stärker als beim Pendant von Teufel! Dennoch muss man sich dabei dessen bewusst werden, dass diese Lautstärke nur in den seltensten Fällen wirklich gebraucht wird, beispielsweise bei Hauspartys o.ä.. Für solche Zwecke ist das Kama Bay Amp jedoch wirklich nicht geeignet, da der Anschluss eines separaten Subwoofers, beispielsweise, nicht möglich ist. Für den normalen Gebrauch, etwa als Ersatz für die integrierten Lautsprecher eines Fernsehers, ist es mit seinen niedrigen Anschaffungskosten jedoch geradezu prädestiniert.
Zu erwerben ist es beispielsweise hier!
Fazit:
Mit einem umfangreichen Lieferumfang macht das Kama Bay Amp schon beim Auspacken eine gute Figur. Wird es intern verbaut, ist man der schönen Optik verfallen, wenn auch die schwarzen Bedienelemente nicht hundertprozentig zur silbernen Auswechselblende passen wollen - falls diese montiert wird. Extern sieht es jedoch nicht ganz so gut aus, sofern man noch mehr als nur die Front erkennen kann.
Bei Zimmerlautstärke kann sich auch der Klang hören lassen, verglichen zu unserem Verstärker von Teufel gibt es kaum Unterschiede. Lediglich bei hoher Lautstärke muss das rund 40 Euro teure Kama Bay Amp klein bei geben.
Besitzer eines Gehäuses mit Frontklappe sollten außerdem aufpassen, da der Drehknopf eine Tiefe von ca. 1,5cm hat. Darüber hinaus ist der Umstand, dass sämtliche Kabel vom und zum Kama Bay Amp beim internen Verbauen durch den PC verlegt werden müssen und dementsprechend die Kabellänge unter Umständen nicht ausreicht, negativ aufgefallen. Besser wäre eine mitgelieferte Slotblende zum Verlegen der Anschlüsse nach hinten gewesen.
Aufgrund des äußerst guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und der guten Tonqualität bei Zimmerlautstärke erhält das Kama Bay Amp einen Silveraward!
20.02.2009




